THEMENUNTERRICHT: REIF FÜRS MUSEUM

Die Klassen 8G und 8A stellen ihre Projektarbeiten im Hällisch-Fränkischen Museum in Schwäbisch Hall aus.

Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, liegt Unterregenbach. Davon sind die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8G und 8A bei diesem Projekt von Anfang an überzeugt. Zurecht, denn Unterregenbach ist ein Ort mit einer handvoll Einwohner, dessen Abgeschiedenheit und idyllische Lage an der Jagst Christian Neuber, Gründer der Stiftung, als ganz und gar bezaubernd beschreibt.

Dass dort vor 1000 Jahren ein frühmittelalterliches Zentrum entstanden war, davon zeugt heute noch die Krypta in der Unterregenbacher Kirche. Schwer vorstellbar, dass eine riesige Basilika als geistlicher und gesellschaftlicher Mittelpunkt eines Marktflecken diente, der im Hoch- und Spätmittelalter seine Bedeutung völlig verliert. Die Knochenskelette, die sogenannten Riesen von Unterregenbach, lassen ahnen, dass der Ort eine besondere Bedeutung hat. Welche, darüber spekulieren und diskutieren die Historiker mal mehr oder weniger leidenschaftlich seit gut 50 Jahren.

Besonders leidenschaftlich bei der Sache ist Hans-Jörg Wilhelm, der das "Rätsel von Unterregenbach" längst zu weit mehr als seinem Hobby gemacht und Christian Neuber mit dem Regenbach-Virus infiziert hat. – Und so gelang es den beiden dank ihres Enthusiasmus die Schülerinnen und Schüler für geschichtliche Forschungsfragen des frühen Mittelalters in Hohenlohe zu begeistern: Warum enstand ausgerechnet dort ein Zentrum? Wer sind die sogenannten Riesen von Unterregenbach? Und warum sind sie überhaupt so groß? Wieso versank das Dorf anders als viele anderen frühmittelalterlichen Zentren in der Bedeutungslosigkeit?

Die Thementage im Januar und Februar 2023 erwiesen sich als echte Herausforderung. Drei Wochen lang beschäftigten sich die Klasse 8A und 8G mit dem Thema und produzierten Podcasts, Bilderbücher, TikTok-Beiträge und vieles mehr. Nicht zuletzt dank fehlender schriftlichen Quellen ist recht wenig über die Zeit bekannt und alle Informationen mussten sich mühsam erschlossen und Wissen zusammengetragen werden:

Kann die Basilika damals schon Glasfenster haben? Hm, nein, denn Glas wird erst im Spätmittelalter als Baustoff in Mitteleuropa bekannt. Also hatte die Basilika sicherlich keine Glasfenster, sondern, wenn die Baumeister die Fensteröffnungen überhaupt verschlossen, eher mit Tierhäuten.

Neben Bildern in Öl, Pappmodellen des Dorfes und interaktiven Tafeln zum Rätselraten, stachen vor allem die digitalen Produkte hervor. Dort schlossen viele Schülerinnen und Schüler mit Witz und Fantasie die Lücken, die die Wissenschaft bis heute nicht zu füllen vermag.

Insbesondere in ihren digitalen Produkten wie Podcasts und Minecraft-Modellen oder kleinen Lehrfilmen gelang es den Achtklässlern das Mittelalter in unsere Zeit zu holen.

Ab dem 14. Juli sind die Schülerwerke Teil der Ausstellung im Hällisch Fränkischen Museum.

Wir freuen uns auf alle Besucher.

https://www.stiftung-unterregenbach.de/stiftung/
https://www.haellisch-fraenkisches-museum.de/de/sonderausstellung/grosse-sonderausstellung

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